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Das Institut für sprachliche Bildung arbeitet auf verschiedenen Ebenen an der Erforschung, Evaluation, Dokumentation und Förderung schriftsprachlicher Lern- und Lehrprozesse. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine größtmögliche Verbindung von Theorie und Praxis. In Deutschland haben unverantwortlich viele Menschen zu geringe Fähigkeiten im Lesen und im Schreiben. Eine aktuelle Studie aus Hamburg hat bedenkliche Befunde hervorgebracht. Wir unterstützen auch die Arbeit des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V. Schön ausgewogen, aber leider falsch Der WESER-KURIER berichtet am 23. Februar 2012 unter dem Titel: „Handels- und Handwerkskammer beklagen hohe Fehlerquote“ über immer schlechtere Rechtschreibleistungen von jungen Auszubildenden (zum Artikel s. u.). So wird der Referent für Berufsbildung bei der Handwerkskammer Bremen zitiert mit der Feststellung: „dass Jugendliche die Schule mit einem Abschluss verlassen und trotzdem noch immer grundlegende Defizite im Lesen und Schreiben haben.“ ![]() Professor Dr. Hans Krings, Romanist an der Bremer Universität sieht ebenfalls erhebliche Schwächen in den Grammatik- und Rechtschreibkenntnissen seiner Studierenden, führt aber aus, dass keine empirischen Studien vorlägen, die belegen, dass Jugendliche immer mehr Rechtschreib- und Grammatikfehler machen würden. Das stimmt leider nicht, denn es gibt mittlerweile einige wissenschaftliche Untersuchungen, die dieses Absinken der orthographischen Leistungen eindeutig belegen. Es sind die Studien von Zerahn-Hartung u. a. (2002), Schneider & Stefanek (2007) sowie Steinig u. a. (2009). In der Veröffentlichung von Prof. Dr. Günther Thomé: „ABC und andere Irrtümer über Orthographie, Rechtschreiben, LRS, Legasthenie“ (2011) werden u. a. diese Studien unter dem Gliederungspunkt „Früher konnten die Schüler besser rechtschreiben als heute (leider kein Irrtum)“ zusammengefasst. - Eine Leseprobe aus diesem Buch der Irrtümer finden Sie hier: LESEPROBE - Das Buch ist im Buchhandel für 9,80 Euro erhältlich oder portofrei direkt über die Bestellseite - Der Artikel von Thomas Joppig aus dem WESER-Kurier zum Nachlesen |